Palatina

Freimaurerloge Palatina in Mannheim

 

 

Freimaurerei in mannheim

Es gibt historisch belegte Hinweise darauf, dass die erste, deutsche Freimaurerloge in Mannheim gegründet wurde. Sicher ist, dass die Freimaurerrei in Mannheim sehr stark vertreten ist. Im gesamten Rhein-Neckar Raum gibt es einige Logen und Logenhäuser (ursprünglich "Bauhütten"). Unsere Johannis-Freimaurerloge "Palatina" wurde im Jahr 2000 gegründet. Wir bestehen mehr als 25 Brüdern, von denen ein Großteil regelmäßig Dienstagabend zusammenkommt. Unser Logenhaus befindet sich in der schönen Mannheimer Oststadt, fußläufig der wunderbaren Christuskirche und dem Mannheimer Wasserturm.

Wir gehören zur Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.). Damit bekennen wir uns zu den auf Würde, Freiheit und Selbstbestimmung des Menschen ausgerichteten Traditionen dieses Bundes. Wir bewahren diese Erbe. Die Herausforderungen der Gegenwart in Denken und Handeln neu zu bestimmen, ist wichtigster Bestandteil freimaurerischer Arbeit. Wir öffnen uns kontroversen Ideen und lassen Mitglieder jeder gesellschaftlichen und Herkunft zu. Wir vereinen geistig und menschlich aufgeschlossene Männer unterschiedlicher weltanschaulicher, religiöser und politischer Überzeugungen. Damit erfüllen wir den Auftrag der „Alten Pflichten“, Menschen in brüderlicher Eintracht zu verbinden, die sich sonst fremd geblieben wären. 

Das Wesen unseres Freimaurerbundes besteht in der tragenden, brüderlichen Gemeinschaft und vertiefendem symbolischem und rituellem Erlebnis. Als Glieder eines ethischen Bundes treten wir Freimaurer für Menschlichkeit (Humanität), Brüderlichkeit, Toleranz, Friedensliebe und soziale Gerechtigkeit ein.

Was ist Freimaurerei?

Darauf gibt es so viele unterschiedliche Antworten, wie es Freimaurer gibt. Freimauerei ist zunächst eine Gemeinschaft von Individualisten. So mag der eine mehr von lebendiger geistiger Auseinandersetzung angezogen werden, der andere in der menschlichen Gemeinsamkeit der Loge das Wesentliche sehen, und der dritte schließlich in Symbol und Brauchtum das Zentrum des Bundes erleben. Erfüllte Freimaurerei verwirklicht sich allerdings nur im Zusammenspiel aller ihrer Elemente. Wer offen gegenüber den Meinungen Anderer und bereit ist, seine Meinung in Frage zu stellen, wer überzeugt ist, dass alle Menschen einen Anspruch darauf haben, in Würde zu leben und dass es eine Entwicklung zum Besseren für die Welt gibt, der sollte Freimaurer werden!

Wer sich in dieser Geisteshaltung wiederfindet, findet in der Freimaurerei Begleitung auf dem Weg zu sich selbst, zum Mitmenschen und zu einer menschlicheren Gesellschaft. Durch ihr Wirken ermutigt die Bruderschaft einen Freimaurer, sich seiner selbst bewusst zu werden, aufrichtig und tugendhaft zu sein, Mut und Integrität in all seinen Gedanken und Handlungen zu zeigen. Sie leitet ihn an, die Welt um ihn herum aufmerksam zu betrachten, um die erhabenen Geheimnisse der Schöpfung besser zu verstehen.

„Unbeirrt vom Lärm der Welt geht der Maurer seinen Weg ...“ heißt es an einer Stelle des Aufnahmerituals unserer Großloge A.F.u.A.M.v.D. Wer so seinen Weg gehen will, muss für sich eine Leitlinie erarbeitet haben. Da es in der Freimaurerei keine Dogmen gibt, ist jeder einzelne Freimaurer gefordert, individuell diese Leitlinie zur „Lebenskunst“, zur Kunst der Lebensausgestaltung zu entwickeln.


Freimaurerei ist weder Religion noch Kirche. Sie will vielmehr Menschen der verschiedensten Weltanschauungen und religiösen Überzeugungen im Bewusstsein verbindender Werte auf der Grundlage einer gemeinsamen Symbolsprache zusammenführen. Ebenso ist die Freimaurerei kein Geheimbund. Geschichte, Wesen, Ziele, Satzung und Namen der Vorstände sind öffentlich zugänglich. Selbst die Rituale sind oft publiziert worden. Trotzdem halten die Freimaurer an der Verschwiegenheit über die Einzelheiten ihres Brauchtums fest. Dieses Schweigen schützt das Erlebnis, sorgt für Spannung  und stiftet brüderliches Vertrauen.

Was tun Freimaurer?

Freimaurer wissen, dass die Werte, zu denen sie sich bekennen, immer wieder lebendig gemacht, angesichts vorhandener Gefährdung präzisiert und in stets neuem Bemühen verwirklicht werden müssen. Der Freimaurerbund verzichtet darauf, politische Programme zu formulieren und nimmt nicht teil an parteipolitischen Auseinandersetzungen. Unsere Logen sind vielmehr Stätten, an denen durch Information und gemeinsames Nachdenken verantwortliches, persönliches Handeln vorbereitet wird. Ihre unverändert wichtige aufklärerische Aufgabe erfüllen die Freimaurer der Großloge A.F.u.A.M. von Deutschland durch das Überwinden von Vorurteilen, durch das Entwickeln von Sensibilität für Zeitprobleme und durch das Bemühen um gemeinsame Wahrheitssuche. Sinnvolles Leben der Menschen miteinander erfordert u.a. Folgendes: Bescheid wissen über die Welt, in der man lebt, und den Besitz von Überzeugungen, die das Handeln leiten. Die Logen geben durch Information und gemeinsames Nachdenken Orientierungshilfen. Das Reflektieren der Wirklichkeit im Lichte von Menschlichkeit, Brüderlichkeit, Toleranz, Friedensliebe und sozialer Gerechtigkeit vermittelt zugleich Entscheidungsmaßstäbe.

Freimaurer wissen zwar nicht, wie eine menschliche Welt im Einzelnen auszusehen hat, denn sie verzichten darauf, gesellschaftlich-politische Utopien zu formulieren. Die Begriffe von Menschlichkeit und Toleranz geben ihnen jedoch die Möglichkeit, Bedrohungen aufzudecken und verantwortlich zu handeln.

Der Freimaurerbund besitzt ein überliefertes Brauchtum, dessen Ursprung die mittelalterlichen "Bauhütten" (sog. Logen) sind. Die rituellen Arbeiten dienen

  • der Einfügung neuer Mitglieder in die Gemeinschaft,
  • der Vertiefung menschlicher Bindungen innerhalb der Bruderschaft,
  • der Besinnung auf die moralischen Normen des Freimaurerbundes und
  • der Sammlung und Erbauung des einzelnen Bruders.

Obwohl die Zusammenkünfte der Freimaurer keineswegs immer in Formen des Brauchtums ablaufen, spielen die einem vorgegebenen Ritual folgenden Tempelarbeiten eine zentrale Rolle. Dabei ist es müßig, darüber zu streiten, ob die rituelle Arbeit Zweck oder Mittel des Bundes ist, ob die Gemeinschaft das Ritualerlebnis erst ermöglicht, oder ob umgekehrt das Brauchtum primär der Definition der Gemeinschaft dient. Unbestritten ist, dass sich alle freimaurerischen Aktivitäten um die Zusammenkünfte in der Bauhütte, auch „Tempelarbeiten“ genannt, als Kern entfalten. Es ist zu vermuten, dass die Lebenskraft des Freimaurerbundes nicht zuletzt auf seinem im Wesentlichen seit Jahrhunderten unveränderten Schatz an Formen und Symbolen beruht. Ohne diese Rituale gäbe es die Freimaurerei womöglich nicht mehr.

Der Freimaurerbund geht von der elementaren Erfahrung aus, dass seelische Vorgänge für ihre dauernde Wirksamkeit eines sinnlichen Ausdrucks bedürfen. Hierzu bedient sich die Freimaurerei einer Vielzahl von Symbolen und symbolischen Handlungen, die zwar – oft naheliegende – Ausdeutungen erfahren, jedoch nicht verbindlich ausgelegt werden.

Mit ihrem rituellen Gebäude schafft die Freimaurerei Räume der Ruhe und Kontemplation, die gerade der Mensch unserer Zeit oft entbehren muss. Dabei ist hervorzuheben, dass die freimaurerische Tempelarbeit die emotionale und rationale Seite des Menschen in gleicher Weise ansprechen kann. Handlungen, Worte und nicht zuletzt Musik bilden eine ausgewogene Einheit.

 

 

Wer sind wir?

Grundlage freimaurerischen Wirkens ist die Loge. Sie ist Zentrum geistiger Arbeit, Stätte der Begegnung und Ort ernster Besinnung.

In der Mannheimer Loge PALATINA kommen Freimaurer in ihrem Streben nach mehr Toleranz, Menschlichkeit und Humanität zusammen, um gemeinsam in brüderlichem Miteinander an diesen Zielen zu arbeiten.

Die Loge PALATINA ist – von der reinen Mitgliederzahl – eine eher kleine, dafür aber sehr aktive Loge. Die Brüder der Loge kommen aus der gesamten Rhein-Neckar-Region und setzen sich aus allen Altersgruppen zusammen. Eine Vielzahl unterschiedlicher Berufsgruppen ist vertreten. Diese „Mischung“ trägt nicht nur zu einem bunten und interessanten Logenleben bei, sondern führt auch zu einem fruchtbaren und spannenden Meinungsaustausch zu einer Vielzahl von Themen.

Der Name PALATINA lässt sich aus dem Lateinischen ableiten von palatinus: kaiserlich (domus), fürstlich, königlich. Somit heißt PALATINA "die Königliche" und nimmt direkt Bezug auf die Freimaurerei als königliche Kunst. Das lateinische Adjektiv palatinus stammt von palatium ab, womit im antiken Rom der palatinische Hügel bezeichnet wurde, auf dem sich der kaiserliche Palast befand. Palatium diente auch als Bezeichnung für den heiligen Bezirk oder das kulturelle und gesellschaftliche Zentrum einer Gemeinschaft. Somit ist der Name PALATINA auch als Symbol für den besonderen Ort zu verstehen, an dem Brüder zusammenkommen, um ihr Denken und Handeln, ihr Wirken und ihre Arbeit auf einen höheren Sinn auszurichten, an diesem Platz einen einzigartigen Tempel zu errichten. Daher verkörpert unser Logenname auf besondere Weise die wesentlichen Aspekte freimaurerischen Denkens und Wirkens.

Das Bijou der Loge PALATINA ist dem Grundriss der Stadt Mannheim um 1757 nachempfunden – der Zeit, in der die Freimaurerei von Kurfürsten Carl Philipp verboten war und schon kurz danach zu neuem Leben erwachte. Daran orientieren sich auch das Logensiegel und unser Logo.

Was tun wir?

Freimaurer bezeichnen ihr Streben als Arbeit am „Rauen Stein“. Das bedeutet: Jeder Bruder ist bemüht, zur Verwirklichung von mehr Humanität beizutragen, indem er die „Ecken und Kanten seiner Unvollkommenheit“ zu glätten sucht. Freimaurer bilden keine Geheimgesellschaft. Ihr Haus steht jedem guten Mann offen. Dies gilt auch für unser Logenhaus in der Mannheimer Oststadt.

Für den Erfolg unserer Arbeit ist offenes, ehrliches und hilfsbereites Miteinander Voraussetzung. Zum Zeichen enger Verbundenheit und Vertrautheit nennen sich die Freimaurer untereinander „Brüder“. Das Einüben des Zusammenlebens aller Brüder in der Loge erfordert es aufeinander zu zugehen, in allen Lebenssituationen Verständnis für die Charaktereigenschaften des anderen zu haben und jederzeit hilfsbereit zu sein.

Freimaurerische Toleranz bedeutet nicht desinteressiertes gelten lassen anderer Auffassungen, sondern die Bereitschaft, die Überzeugung des Partners – oder sogar Gegners – in ehrlicher Auseinandersetzung zu respektieren. All dem stehen oft egoistische Verhaltensweisen und andere menschliche Unzulänglichkeiten im Wege. Deren Überwindung durch Gespräch, Anleitung und Vorbild ist fortdauernder Gegenstand freimaurerischer Arbeit.

Neben den rituellen (Tempel-) Arbeiten finden Werkabende, Vorträge, Lesungen und auch öffentliche Veranstaltungen statt. Informations- und Gästeabende bieten Interessierten die Möglichkeit, uns kennen zu lernen. Am geselligen Leben der Loge nehmen gelegentlich auch die Frauen der Mitglieder und ihre Familien teil. Unsere Partnerinnen werden, in Analogie zu uns Brüdern, "Schwestern" genannt. Trotzdem ist die Freimaurerei aus Tradition ein Männerbund. Sie sieht hierin keinen Widerspruch zur Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern hält Vereinigungen, die nur Männer (oder nur Frauen) umfassen, für ebenso legitime, wie sinnvolle Formen menschlicher Gemeinschaft.

In der Mitte allen Bemühens der Freimaurer steht das Streben nach einem besseren menschlichen Miteinander. Dies drückt sich auch in den drei Graden der Johannislogen aus:

I. Der Lehrling „schaut in sich“
II. Der Geselle „schaut um sich“
III. Der Meister „schaut über sich“

Durch Instruktionen und symbolische Prüfungen unter Anleitung eines Paten werden über die Jahre vertiefende Erkenntnisstufen rituell vermittelt und erworben.

Freimaurer pflegen von je her Kontakte zu Brüdern anderer Logen und aus anderen Orienten (Orten). Die Loge PALATINA unterhält brüderliche Bande – nicht nur im Rhein-Neckar-Raum und in Baden-Württemberg, sondern gerade auch nach Frankfurt a.M. und Darmstadt. Zudem reichen unsere freundschaftlichen Beziehungen über die Landesgrenzen hinweg bis hin zu einer Loge in England. Auch hier finden immer wieder wechselseitige Besuche statt.

Daneben suchen und pflegen wir natürlich auch den Kontakt zu anderen Logen auf dem Erdball. So haben die Brüder unserer Loge unter anderem Logen in Europa (bspw. Frankreich, Norwegen), Nord- und Südamerika (USA, Argentinien, Chile) besucht und dort stets eine gastliche Aufnahme sowie brüderliche Herzlichkeit erfahren. Umgekehrt sind uns Brüder aus aller Welt als Gäste herzlich willkommen.

Wo kommen wir her?

1727 gründete der englische Gesandte Graf Albrecht Wolfgang von Schaumburg-Lippe die erste Freimaurerloge „St. Charles de l’Union“ in Mannheim. 1737 verbot der pfälzische Kurfürst Carl Philipp die Freimaurerei aufgrund der päpstlichen Bulle „Sacra Congregatio Inquisitionis“. 1756 wurde die heutige Loge „Carl zur Eintracht“ (Nr. 31) wieder gegründet und ist somit die Mutter aller Logen dieser Region.

 

Die Gründung der Palatina

Im Sommer 2000 taten sich 10 Brüder Freimaurer aus der Region mit dem erklärten Ziel zusammen, freimaurerische Werte in neuer Gemeinschaft zu neuem Leben zu erwecken. Der Zuspruch vieler Brüder befreundeter Logen hat ihr Vorhaben entscheidend gefördert.

Am 30. Mai 2000 – 273 Jahre nach der ersten Logengründung in der Kurpfalz – schlug die Geburtsstunde der PALATINA. Die zehn anwesenden Brüder gründeten in Heidelberg im historischen Gasthaus „Goldener Hecht“ einen neuen Logenverein und legten hiermit den Grundstein für die Schaffung einer neuen, gerechten und vollkommenen Freimaurerloge im Orient Mannheim.

Somit waren alle notwendigen Voraussetzungen gegeben und die Brüder der neuen Loge nahmen am 29. September 2001 ihre Arbeit im Tempel mit der Lichteinbringung auf. Die Lichteinbringung vollzog der Großmeister der Großloge A.F.u.A.M. von Deutschland, Br. Professor Dr. Klaus Horneffer, im Logenhaus in der Tullastraße. Der Großredner, Br. Professor Dr. Günter Lensch, legte in der Festarbeit eine Zeichnung (Rede) auf.

Gästeabende

Informationen über die Freimaurerei im Allgemeinen und über die Loge Palatina im Besonderen geben wir Ihnen sehr gerne persönlich.

Sie haben Interesse an der Aufnahme in die Freimaurerei? Wir laden Sie herzlich zum einem ersten, persönlichen Gespräch mit Brüdern Freimaurer ein. Bitte nehmen Sie dazu über die u.g. Emailadresse Kontakt zu unserem Gästereferenten auf. Er wird mit Ihnen ein erstes Treffen vereinbaren.

Diese Anmeldung beim Gästereferenten ist erforderlich!

Email: gaeste@palatina-online.de

Kontakt zur Loge

Johannis-Freimaurerloge Palatina e. V.
Postfach 31 04 37
68264 Mannheim

E-Mail: info@palatina-online.de

Adresse:
Tullastraße 16 – Hintergebäude, 68165 Mannheim

Matrikel Nr.: 1022

Hinweis zum Datenschutz:
Ihre Registrierungsdaten werden auf unseren Servern gespeichert. Daten werden weder an externe Dritte weitergegeben noch werden sie mit anderen Datenquellen verknüpft. Die statistische Auswertung anonymisierter Daten bleibt vorbehalten. Diese Einwilligung können Sie selbstverständlich jederzeit durch eine Email an info{at}palatina-online.de widerrufen.